Pfarrei Abensberg

Pfarrkirche St. Barbara

Pfarrkirche St. Barbara – Ansicht Schlossgarten

Die Pfarrei – Sankt Barbara Abensberg – wurde am Michaelistag dem 29. September 1380 gegründet. Das Barbarapatrozinium dürfte von der bereits vorhandenen Schlosskapelle übernommen worden sein. Als Pfarrkirche wurde in den ersten Jahren jedoch die heute noch bestehende Aunkofener Liebfrauenkirche benutzt. Um 1400 wurde schließlich mit dem Bau der heutigen Pfarrkirche begonnen.

Pfarrkirche St. Barbara – Süd-West-Ansicht

Die Hauptbauzeit dauerte bis ca. 1450. Zunächst wurde die Pfarrkirche nach Art einer Saalkirche, das heißt als einschiffiges Gotteshaus ohne Säulen, errichtet. Diesem ungeteilten rechteckigen Raum war lediglich der ebenso einschiffige, etwas eingezogene Altarraum mit Rippengewölben aus Kalkstein, vorgesetzt. Allerdings war der stützenlose Hauptraum mit zahlreichen Fresken ausgestattet, die teilweise in den letzten Jahrzehnten freigelegt wurden.

Erst 1516 wurde das Hauptschiff durch Meister Ludwig von Pfeffenhausen vollends eingewölbt. Durch diese Einwölbung entstand eine Hallenkirche, ein Typ, der in südbayerischen Stadtkirchen häufig anzutreffen ist.

1762 Neubau des Turms durch Christoph Wolf, der 1763 auch den Turm der Abteikirche Weltenburg umgestaltete.

1929 Errichtung des Hochaltares.

Innenraum – Seitenschiff
Innenraum

Hl. Barbara – Kirchenpatronin

Spärlich sind die historisch gesicherten Nachrichten über das Leben der Heiligen Barbara. Sie wurde um das Jahr 306 unter Kaiser Maximinus Daja hingerichtet. Umso reicher schmücken Legenden ihr Leben aus. Vielfältig ist mit ihrem Festtag Brauchtum verknüpft, das christliches Leben veranschaulicht. Barbara wird zu den Vierzehn Nothelfern gerechnet und zählt zu den im gläubigen Volk am meisten verehrten Heiligen.

Bild: Hl. Barbara, Wandmalerei über dem südlichen Seitenaltar aus dem Jahre 1486

Klosterkirche „Unsere liebe Frau vom Berge Karmel“

Karmeliten-Klosterkirche – Nordansicht

Die ehemalige Karmeliten-Klosterkirche wurde 1389 im spätgotischen Stil errichtet.

Sie ist ein langgezogener Bau mit niedrigen Seitenschiffen und einem hohen, schmalen Langhaus. Trotz der Schlichtheit der Fassade und der barock gewölbten Fensterbögen blieb der gotische Grundcharakter erhalten, der sich besonders in den zierlichen Spitzbogenfenstern der ehemaligen Sakristei kundtut. Der kleine Dachreiter am östlichen Ende des hochgezogenen Giebels steht in keinem Verhältnis zur Größe der Karmelitenkirche, ist aber äußerer Ausdruck der inneren Haltung der Armut der Mönche, die einen bescheidenen Prunk nur im Inneren der Kirche zur besonderen Ehre Gottes zuließen.

Im Jahre 1710 wurde der Innenraum barockisiert.

Karmelitenkirche – Innenansicht
Karmelitenkirche – Hochaltar
Karmelitenkirche – Kanzel

Aunkofener Liebfrauenkirche

Das Gotteshaus mit dem gedrungenen, von einer Satteldecke gekrönten Turm, wirkt wie eine feste, sicher auf der Erde verankerte Gottesburg. Der gotische Chor, mit seinen fünf schmalen, hohen, spitzbogigen Fenstern, dürfte um die Mitte des 15. Jahrhunderts errichtet worden sein. Die Mauern des Langhauses dürften noch aus der romanischen Zeit stammen.

Zwei spitzbogige Portale führen in den Innenraum, an dessen Gestaltung viele Jahrhunderte mit ihren unterschiedlichen Baustilen gearbeitet haben.

Hochaltar – Aunkofen

Der Hochaltar ist eine Renaissanceschöpfung um 1600 und wurde dreiteilig angelegt. Die beiden schmalen Seitenflügel tragen je zwei Heiligenbilder: Barbara und Katharina sowie Margareta und Ursula.

Die Statue im Mittelfeld ist eine spätgotische Arbeit um 1470 und stellt die Gottesmutter mit dem Jesuskind dar.

Im gotischen Chor besonders reizvoll: das schmale Sakramentshäuschen an der Nordseite des Hochaltares, eine spätgotische Arbeit um 1470/80.

Friedhofskapelle St. Peter

Friedhofskapelle – St. Peter

Die Friedhofskapelle wurde im 12. oder 13. Jahrhundert erbaut. In der Zeit des Barock wurde der Turm über der Apsis errichtet und die Teilformen der Kapelle verändert. Der Altar ist eine originelle Rokokoanlage um 1770/80. Der Aufbau ist baldachinförmig, mit engelbesetzten, geschweiften und gebogenen Streben, anstelle der üblichen Säulen. Statt eines Bildes erscheint die Sitzfigur des Hl. Petrus, eine gute Arbeit aus der Zeit um 1500.